Aus der Begründung der Jury: „Petra Morsbach erzählt ... von Verbrechen und Strafe, Delinquenz und Gesetz ... vom prekären Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit und davon, wie sich das normative Gefüge und die Individualität der Menschen im Justizwesen zueinander verhalten. Die Welt im 'Justizpalast' ist die ganze Welt noch einmal. Von Hass und Begierde bis zu Nachsicht und Milde. Mit ihrer Richterin Thirza Zorniger als Führerin durchmessen wir das Pandämonium der Leidenschaften und der Schuld ... Petra Morsbach macht die Rechtsförmigkeit der bürgerlichen Gesellschaft fühlbar, gibt ihr Leben. Realistisch und komisch; analytisch und verständnisvoll. Der Roman ... weiß um die Gefahren des politischen und persönlichen Missbrauchs des Gesetzes, aber er zeigt das Recht auch als ein filigranes Meisterwerk. Um dessen Schönheit zu sehen, braucht es die Literatur, namentlich den 'Justizpalast' von Petra Morsbach.”

Der Wilhelm Raabe-Literaturpreis für Petra Morsbach und Ihren Roman "Justizpalast"

Petra Morsbach, geb. 1956, studierte im München und St. Petersburg und arbeitete lange als Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1993 lebt sie als freie Schriftstellerin in der Nähe von München. Bisher schrieb sie mehrere, von der Kritik hoch gelobte und mehrfach ausgezeichnete Romane, u.a. "Plötzlich ist es Abend", "Opernroman" und "Gottesdiener". 2013 erschien ihr Roman "Dichterliebe".

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Morsach, autorenfotos

© LöcherLawrence, München