Franka Raben, Kunststudentin mit Katze, zieht zu ihrer Großmutter, um ihrem Vater bei der Pflege der alten Frau unter die Arme zu greifen – und auch, weil es sonst gerade keinen Platz für sie gibt. Oma Maria, die früher zur Begrüßung stets mit ausgebreiteten Armen am Hoftor gewartet hat, behauptet nun, blind zu sein, verlässt das Haus nur noch unter Geschrei und sieht ihrem nahen Ende entgegen. Frankas Vater kümmert sich um sie, pflegt  ihren Garten, repariert Dinge und wird von der Großmutter trotzdem konsequent nur "der Moa" genannt". "Der Moa", das ist die Mundart des Vogtlands, aus dem Maria einst zu ihrem Mann kam und das sie Zeit ihres Lebens vermisst hat. In ihren Erinnerungen, die Franka in alten Tagebüchern wiederfindet, erstehen Menschen, Länder und alte Bräuche wieder auf, die die junge Frau der oft so biestigen Alten immer näher bringt.

Eine bravouröser Erstlingsroman um tief in die Geschichte reichende Familienbande

Mareike Schneider, geboren 1981, lebt in Leipzig. Sie studierte Kreatives Schreiben und Kulturwissenschaften in Hildesheim. 2014 wurde sie beim Open Mike mit einem Preis ausgezeichnet.

978-3-498-06450-1
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